Arbeitsmarktprofil 2019

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Wirtschafts- und Wohlstandsniveau

Der Arbeitsmarktbezirk Rohrbach ist Teil der NUTS 3-Region* Mühlviertel. Der Bevölkerungsanteil des Bezirkes an der NUTS 3-Region beträgt 27,0% (2019), der Anteil der Arbeitsplätze des Bezirks (Erwerbstätige am Arbeitsort) an der Gesamtanzahl der Arbeitsplätze der Region Mühlviertel lag im Jahr 2017 bei 28,4% (Abgestimmte Erwerbsstatistik 2017).

Die Zusammensetzung der NUTS 3-Regionen wurde u.a. auch im Hinblick auf räumliche Zusammenhänge vorgenommen. Mit der Analyse der regionalen Wirtschaftsstruktur und des Wohlstandniveaus in diesem größeren räumlichen Zusammenhang werden damit auch regionale Potenziale und Verflechtungen berücksichtigt.

Bruttoregionalprodukt

Das Bruttoregionalprodukt (BRP) misst die wirtschaftliche Leistung einer Region. Das Bruttoregionalprodukt je Einwohner/in (BRP/EW) ermöglicht einen Vergleich der Wirtschaftskraft der Regionen.

Für die NUTS 3-Region Mühlviertel wurde im Jahr 2017 ein BRP/EW von rund 67% des österreichischen Werts ausgewiesen (Rang 30 unter den 35 österreichischen Regionen).
Zwischen 2015 und 2017 wurde ein Anstieg des BRP von 10,3% verzeichnet (Oberösterreich: +7,8%, Österreich: +7,6%).

Produktivität

Das BRP bezieht sich auf den Arbeitsort, während die dazu in Relation gesetzten Einwohner/innenzahlen auf den Wohnort bezogen sind, d.h. dass regionsüberschreitende Pendler/innenströme unberücksichtigt bleiben. Ergänzend gibt der Indikator „BRP pro Erwerbstätiger/Erwerbstätigem” (BRP/Job) wieder, wie viel an den Arbeitsstätten je Region von den jeweiligen Arbeitskräften erwirtschaftet wird (Produktivität).

Für die Region Mühlviertel wurde im Jahr 2017 eine Produktivität von rund 90% des österreichischen Werts ausgewiesen (Rang 22 unter den 35 österreichischen Regionen).

Die regionale Wirtschaftsstruktur des Mühlviertels wird von einem hohen Anteil des industriell-gewerblichen Sektors geprägt. Die Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft zeigt sich in einem immer noch überdurchschnittlich hohen Anteil an Arbeitsplätzen.

Bruttowertschöpfung

Die Bruttowertschöpfung (BWS) ergibt sich aus dem Gesamtwert der im Produktionsprozess erzeugten Waren und Dienstleistungen, vermindert um die Vorleistungen. Die BWS nach Wirtschaftssektoren gibt Auskunft darüber, welchen Beitrag die einzelnen Wirtschaftssektoren zur Gesamtwertschöpfung leisten.

Auf den primären Sektor (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei) entfielen 2017 rund 4%, auf den sekundären Sektor (Gewinnung von Rohstoffen, Herstellung von Waren, Energie und Wasser, Bau) rund 40% und auf den tertiären Sektor (Erbringung von Dienstleistungen) rund 56% der BWS (Österreich: 1% primärer Sektor, 29% sekundärer Sektor, 70% tertiärer Sektor).**

Im Jahr 2017 waren rund 16% der Erwerbstätigen der NUTS 3-Region Mühlviertel (regionale Zuordnung nach dem Arbeitsort) im primären Sektor beschäftigt, rund 27% im sekundären Sektor und von rund 57% wurde der Arbeitsplatz dem tertiären Sektor zugerechnet (Österreich: 5% primärer Sektor, 22% sekundärer Sektor, 74% tertiärer Sektor).**

Quelle: Statistik Austria
* Gemäß NUTS-Klassifikation (hierarchisch aufgebaute, einheitliche territoriale Gliederung zur Erstellung regionaler Statistiken der EU) entsprechen den NUTS 3-Regionen in Österreich Gruppen von Bezirken und Gerichtsbezirken. NUTS steht für „Nomenclature des unités territoriales statistiques” oder „Systematik der Gebietseinheiten für die Statistik”.
** Die Summe der Anteile der drei Wirtschaftssektoren kann aufgrund von Rundungsdifferenzen geringfügig von 100% abweichen.

Die oben beschriebenen (auf den Arbeitsort bezogenen) Indikatoren zum regionalen Wirtschaftsniveau und zur regionalen Wirtschaftsstruktur erlauben Rückschlüsse hinsichtlich der Ausstattung einer Region mit Unternehmen und Arbeitsplätzen sowie der wirtschaftlichen Attraktivität einer Region.

Verknüpfung von „Wohlstandsindikatoren”

Zur Analyse des Wohlstandsniveaus der in der Region ansässigen Wohnbevölkerung wurde nun für die Arbeitsmarktprofile eine spezielle Berechnungsmethode angewandt. Die Verknüpfung verschiedener „Wohlstandsindikatoren”*** und die daraus abgeleitete synthetische Gesamt-Rangreihung ermöglichen es, das Wohlstandsniveau der österreichischen NUTS 3-Regionen nach dem Wohnort-Prinzip zu erfassen. Die dabei verwendeten Indikatoren spiegeln sowohl die Einkommens- als auch die demografische Struktur der Regionen wider und geben somit ergänzende Informationen zu jenen Indikatoren, die sich auf den Arbeitsort beziehen.

Aufgrund dieser Rangreihung fällt die Region Mühlviertel in die Kategorie „TOP 4” (siehe Karte 1). Ausschlaggebend dafür sind die österreichweit niedrigste Arbeitslosenquote und der geringste Anteil erwerbsferner Personen zwischen 25 und 64 Jahren. Weiters sind auch der geringe Anteil der Wohnbevölkerung über 65 Jahren und der hohe durchschnittliche Jahresnettobezug prägend. Auffallend ist aber auch ein hoher Anteil an Teilzeitbeschäftigten.

Karte 1:
Verknüpfung von „Wohlstandsindikatoren”
Wohlstandsindikatoren
Unter den 35 österreichischen NUTS 3-Regionen erreichen die Regionen Mühlviertel, Mostviertel-Eisenwurzen, Bludenz-Bregenzer Wald und Wiener Umland-Nordteil die besten Ränge, gefolgt von den Regionen Linz-Wels, Innviertel, Steyr-Kirchdorf, Salzburg und Umgebung, Nordburgenland, Traunviertel, Außerfern, Wiener Umland-Südteil und Rheintal Bodenseegebiet.
Quellen: Statistik Austria, Arbeitsmarktservice Österreich; eigene Berechnungen
*** Statistik Austria: Anteil der Über-65-Jährigen 2019, Durchschnittlicher Jahresnettobezug 2016‑2018, Anteil der Teilzeitbeschäftigung 2016‑2018; Arbeitsmarktservice Österreich (bzw. Statistik Austria): Arbeitslosenquote 2017‑2019, Anzahl der Tage in Krankengeldbezug 2017‑2019 je erwerbstätiger Person 2015‑2017, Anteil der 25‑64‑jährigen erwerbsfernen Personen an der Wohnbevölkerung im selben Alter 2017‑2019

Die größten Betriebe des Arbeitsmarktbezirkes
Tabelle 2:
Die größten Betriebe des Arbeitsmarktbezirkes Rohrbach
10 der größten Produktionsbetriebe – gerundete Anzahl der Beschäftigten 2019
BIOHORT GmbH 310
Röchling LERIPA Papertech GmbH & Co. KG. 290
Strasser Optima Steinbau GmbH 230
Kumpfmüller Bau GmbH & Co KG 210
BRÜDER RESCH HOCH- U. TIEFBAU GES.M.B.H.& CO.KG. 210
Global Hydro Energy GmbH 180
Stift Schlaegl 170
Tischlerei Scheschy GmbH 140
CIMA GmbH 130
Topic GmbH 110
10 der größten Dienstleistungsbetriebe – gerundete Anzahl der Beschäftigten 2019
Sozialhilfeverband Rohrbach in OÖ. 350
ARCUS SOZIALNETZWERK GEMEINNUETZIGE GMBH 330
Lagerhausgenossenschaft Rohrbach reg. GenmbH 220
Sozialhilfeverband Rohrbach in OÖ. 170
Kneidinger Center GmbH 150
tfs - trend facility services GmbH 140
Sparkasse Mühlviertel-West Bank Aktiengesellschaft 140
Market Calling Marketinggesellschaft m.b.H. 130
TRUCK-CENTER L. Katzinger GmbH 110
Gruber Hotel GmbH 100
Quelle: Arbeitsmarktservice Österreich, Betriebsmonitoring (Regionszuordnung gemäß Hauptverband)
 
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